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 Das Erbe Slytherins


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Titel: Das Erbe Slytherins
Autor: Lorelai
Kapitel: 26
Rating: G
Charaktere: Harry Potter, Hermione, Ron und Lorelai Goldmsith
Sprache: Deutsch
Datum: 22.06.2007
Wörter: 2235
Fandom: Harry Potter
Genre: Drama
Zusammenfassung: Dies ist die dritte Geschichte mit Lorelai Goldsmith, sie spielt in Harrys 5. Jahr in Hogwarts. Harry muss sich mit allerlei herumschlagen, Dolores Umbridge, seltsamen Albträumen und einer unheilvollen Ahnung. Als ob das nicht genug wäre verliebt er sich, seine besten Freunde streiten sich und Sirius und Lorelai sorgen ebenfalls für viel Chaos. Was plant Lord Voldemort? Und was ist das legendäre Erbe Slytherins, das alles entscheiden könnte?
Disclaimer: Mir gehört, außer Lorelai Goldsmith, kein Charakter und ich verdiene auch kein Geld mit dieser Geschichte...


Kapitel 26 - Zurück in Hogwarts

Harry tigerte ungeduldig in Dumbledores Büro hin und her, wartete verzweifelt auf Neuigkeiten - und hatte gleichzeitig Angst vor dem, was ihm der Direktor bald erzählen würde. Lorelai... Sirius... Allein der Gedanke, nein, er durfte sich so etwas gar nicht vorstellen! Sie lebten beide, sie lebten und bald würden sie zusammen darüber lachen! "Beruhigen sie sich, junger Mann." Knurrte eine Stimme über ihm und als er sich nervös umblickte, sah er das Bild eines alten Mannes, dass ihn abschätzig musterte. "Zu meiner Zeit hätte man dich für so ein Benehmen ausgepeitscht! Zeig gefälligst Respekt für dieses Büro!" Wut stieg in Harry auf, doch er schluckte sie mühsam herunter. Es gab jetzt wichtigeres als dieses verrückt gewordene Portrait! "Harry." Der Tonfall klang nicht gut! Der Direktor sah besorgt aus, zu besorgt... Bitte, lass ihnen nichts passiert sein. Flehte er leise, bevor er seine Augen wieder auf Dumbledore richtete.

"Ich bin nicht gern der Überbringer schlechter Nachrichten. " In der Tat, Albus Dumbledore hasste es und jetzt ganz besonders. Harry war für ihn so etwas wie ein Sohn geworden - na ja, vielleicht eher Enkel. "Sirius geht es recht gut, den Umständen entsprechend jedenfalls und er wird wieder aufwachen wenn Poppy mit ihm fertig ist." So viel dazu! "Und Lorelai?" Harrys Stimme zitterte, seine grünen Augen, die Albus immer so sehr an Lily erinnerten warfen ihm flehende, bittende verzweifelte Blicke zu. Was sollte er jetzt sagen? Auch Dumbledores Pläne waren in Gefahr, die Zukunft war jetzt mehr als unsicher. Er hat alle Karten auf Black und Goldsmith gesetzt, die ihren Patensohn in seinem Kampf unterstützen würden. Andererseits hatte er auch auf Moody und dessen Kampferfahrung gezählt! "Setz dich bitte." Er seufzte tief und ließ sich ebenfalls gegenüber von seinem Schüler nieder. Konnte er alles verkraften, was er ihm jetzt erzählen musste? Er hatte keine Wahl, Dumbledore hatte es schon viel zu lange vor sich her geschoben, vielleicht aus Angst um Harry. Doch jetzt musste er die ganze Wahrheit erfahren, von der Prophezeiung bis zu Lorelai.

Alles war verschwommen, alles war so schnell gegangen und plötzlich saß Hermione hier - hier, vor der Krankenstation. Sie hatte ein paar Kratzer, nichts Ernstes und auch ihren Freunden ging es gut. Aber die anderen? Lorelai und Sirius, Dumbledore hatte nichts über ihren Zustand gesagt als er vorhin herausgekommen war! Und Moody, der alte Kämpfer, den Hermione nur aus Büchern gekannt hatte... Remus sah ebenfalls schlimme auf, zerkratzt und mit einer großen Bauchwunde, der anderen Frau - Tonks? - ging es nicht besser. Und Fudge, der Magieminister war tot - getötet von Voldemort selbst... Nun, das war wohl Beweis genug, dass der Dunkle Lord zurückgekehrt war! Tränen schimmerten in ihren braunen Augen, Tränen der Erschöpfung. Müde lehnte sie ihren Kopf an die Wand, neben ihr saß Ginny und Ron musste auch irgendwo sein. Alles seit ihrer Ankunft im Ministerium hatte sie wie in Trance erlebt, den Kampf und danach die Rückkehr nach Hogwarts. Die Krankenschwester, die sich um ihre Kratzer gekümmert hatte, Snape, der in die Krankenstation gestürzte war, alles war verschwommen. Nichts als zusammenhanglose Bilder, Gesichter und Geräusche...

Snape stand am Fenster und blickte hinaus in die Nacht, die Sterne strahlten hell... Es war daran schuld, er hätte es verhindern können! Er hatte von einem Überfall gewusst, hatte von einem geplanten Einbruch im Ministerium gehört aber er hatte dem keine große Bedeutung beigemessen. Was sollte Voldemort dort schon wollen? Die Prophezeiung... Er erinnerte sich noch gut daran, wie er einst das Gespräch von Dumbledore und Trelawney belauscht hatte, wie er es dem dunklen Lord erzählt hatte und wie stolz er auf sich gewesen war! James und Lily... Er hatte sie nie leiden können, ganz besonders nicht Potter mit seinen Streichen und seiner maßlosen Arroganz, doch er hatte sich nicht töten wollen. Immer wenn er Harry sah, spürte er einen kleinen Stich, ein kurzen Aufflammen des Schlechten Gewissens, ein Grund mehr, warum ihm der Schüler so zuwider war. Und jetzt klebte noch mehr Blut an seinen Händen und, noch schlimmer, dass von Lorelai. Er hätte es verhindern können, wie so oft...

"Ich verstehe." Harrys Stimme klang tonlos, er blickte zu Boden und schluckte die Tränen hinunter. Dumbledore sollte ihn nicht weinen sehen. "Es gibt nicht mehr, über das ich mit dir sprechen möchte. Du hast die Prophezeiung gehört, nicht wahr?" Wieder nickte der Schüler, seine Gedanken noch bei seiner Patin. Aber plötzlich ließ ihn etwas hochfahren, er setzte sich kerzengerade in seinen Stuhl und starrte den Direktor entsetzt an. Woher wusste er von der Prophezeiung, wenn es denn eine war? Was hatte das zu bedeuten? "Professor Trelawney hat die Prophezeiung einst gesprochen, kurz vor eurer Geburt und..." Aber er wurde unterbrochen, Harry glaubte sich verhört zu haben. "Eure Geburt? Was soll das heißen?" Dieses Mal konnte er sich nur schwer beherrschen. "Du und Neville... Niemand wusste, wen die Prophezeiung meint bis es zu spät war." Alles hätte anders kommen können! Für einen Moment drängten sich Harry Bilder auf, Bilder von seinen Eltern und seinen Paten, lachend, scherzend... Sie könnten noch am leben sein! "Es ist sehr wichtig, dass du das verstehst Harry. Voldemort hat dich zu seinem Gegner gemacht, er hat dich als seinen Ebenbürtigen ausgezeichnet." Was sollte ihm das helfen? "Und? Sie könnten noch..." Er brach ab, es auszusprechen wäre zu schmerzhaft. "Niemand weiß, wie die Zukunft heute aussehen würde, wenn Neville der Auserwählte wäre."

Wie konnten sie nur Witze machen? Wussten sie denn nicht, was eben passiert war? Hermione starrte Ron fassungslos an, seine letzte Bemerkung wäre wirklich nicht nötig gewesen. "Entschuldigt mich." Es war seine Art mit dem Schock, mit dem Erlebten fertig zu werden, aber Hermione wollte das nicht miterleben. Sie wollte vor allem eines: Alleine sein und nachdenken. Was sie heute gesehen hatte, dass war Krieg. Als sie ziellos durch das große Schloss steifte, kamen die Bilder langsam wieder zurück. Das würde sie erwarten sollte sie wirklich Aurorin werden. Gewöhnte man sich an all das, an das Blut, an die Toten? Sie konnte es sich nicht vorstellen und doch... Dieser Tag hatte ihre Entscheidung nicht verändert. Sie würde Aurorin werden und sogar eine sehr gute. Sie wollte mithelfen den Dunklen Lord zu stürzen, sie wollte die Death Eater bekämpfen so gut es ging! Es gab keinen Zweifel, ihre Entscheidung stand fest.

"Es war nicht dein Schicksal, genauso wenig wie das Voldemorts. Er hat sich selbst seinen Gegner gewählt und einen sehr starken noch dazu. Du hat seien Macht auf einer Seite, die Voldemort nicht kennt und die er fürchtet." Harry hörte die Worte kaum, seine Gedanken schwirrten wirr in seinem Kopf herum. Dumbledore hatte Recht, dass machte einen Unterschied. Er musste sich keinem Schicksal fügen, er würde erhobenen Hauptes in den Kampf ziehen. Seine Eltern hatten das gewusst, genau wie Sirius und auch Lorelai! Und doch, die Vorstellung töten zu müssen traf ihn schwer. Er würde zum Mörder werden oder selbst sterben. Es machte ihm Angst, mehr noch, er wurde regelrecht panisch und zwang sich mit aller Kraft zur Ruhe. Er hatte Freunde, er hatte Dumbledore, der ihm beistehen würde und er hatte diese rätselhafte Macht... "Die Liebe, Harry. Deine Mutter hat sich für dich geopfert und mit ihrem Blut einen Schutzschild gebaut. Diese Liebe wird dich beschützen, wenn du es nur zulässt." Liebe? Er hatte etwas stärkeres, etwas imposanteres erwartet. Dumbledore schien seien Gedanken zu erraten, denn er lächelte leicht und fügte hinzu: "Die Liebe ist die stärkste Macht überhaupt, mein Junge."

Tonks spürte jeden Nerv in ihrem Körper, jeder Muskel schmerzte... Der Kampf hatte selbst sie als erfahrene Aurorin geschafft, wie es Remus ging, wollte sie gar nicht wissen. Wollte er sie sehen? Sie wusste es nicht, war sich unsicher und nahm allen Mut zusammen um ihn anzusprechen. Er stand an Sirius Bett und starrte auf seinen alten Freund, der jetzt bewusstlos da lag. Es musste ihn getroffen haben, bald war er wirklich der letzte Marauder - wenn man von Peter einmal absah! "Alles in Ordnung?" Was für eine bescheuerte Frage, schalt sie sich selbst. Jedes Mal wenn sie in seiner Nähe war, verhielt sie sich seltsam, erkannte sich selbst kaum wieder. "Es geht schon, danke." Er lächelte matt, doch es konnte nicht über seine wahren Gefühle hinwegtäuschen. Seine Bauchwunde war versorgt, Poppy hatte ihm einen Trank gegeben und ein paar Sprüche gemurmelt... "Ich mache mir auch Sorgen um die beiden..." Sie war nur froh, dass Lorelai noch lebte. Sie war ihre Mentorin, hatte sie ausgebildet und auch danach immer begeleitet. Die beiden Frauen waren über die Jahre hinweg Freundinnen geworden und der Gedanke ohne ihren Rat klarkommen zu müssen, hatte etwas Beängstigendes.

Auch Ginny war besorgt, besorgt um Harry und ihren Bruder, ihre Lieblingslehrerin und Sirius, um Hermione und Professor Lupin... Doch am meisten gab ihr Harry zu denken, wie eigentlich immer in der letzten Zeit. Wenn sie ehrlich war, war es schon immer so gewesen. Sie wusste, was die anderen darüber dachten. Harry Potter, der ach so berühmte Zauberer und sein kleiner Fan... Aber so war es nicht, so war es schon lange nicht mehr. Sie war älter geworden, älter und reifer und sie hatte gelernt hinter die Fassade zu sehen, die alle anderen so bewunderten oder auch verabscheuten. Dumbledore wollte ihm sprechen, hatte ihn in sein Büro gebeten! Was würde er ihm wohl sagen? Was gab es so wichtiges zu besprechen? Sie seufzte müde, das war alles zu viel für sie gewesen und sie wollte nur noch in ihr Bett. Was sie noch in der Krankenstation hielt, war einzig die Sorge um ihre Lieben...

"Meinen sie denn, ich habe eine Chance gegen Voldemort?" fragte Harry nun unsicher. Er hatte Angst, aber was sollte er tun? Davonlaufen? Ganz sicher nicht! "Ja, ich denke die hast du. Mit Lorelai und Sirius, mit dem Orden und ja, ich weiß, dass sie dir davon erzählt hat!" Er lächelte leicht, Dumbledore schien immer zu wissen, was in seinem Schloss vorging. Früher hatte sich Harry oft gefragt wie der ältere Zauberer das machte, aber irgendwann hatte er es einfach aufgegeben. Vielleicht war er ja auch eine Art Seher oder er hatte überall Spione... "Wird sie wieder gesund? Ich weiß, sie haben vorhin gesagt, dass sie praktisch keine Chance hat, aber es gab auch noch niemand vorher, der den Todesfluch abgeblockt hat, oder nicht?" Sie durfte einfach nicht sterben, das wäre nicht gerecht... Seltsam, wie man jemanden in so kurzer Zeit so lieb gewinne konnte, schoss es ihm plötzlich durch den Kopf. Anfangs hatte er Lorelai misstraut, sie sogar für eine Death Eaterin gehalten und jetzt konnte er sich ein Lebe ohne sie nicht vorstellen. "Ich weiß es nicht, Harry, ich weiß es nicht."

Snape löste sich von seinem Platz am Fenster und sah ein letztes Mal auf Lorelai herab. Madam Pomfrey hatte ihn schon viel zu oft aufgefordert zu gehen und er wusste, dass sie Recht hatte. Lorelai brauchte Ruhe um gesund zu werden, wenn sie die Nacht überleben würde. Diese Nacht war in mehrer Hinsicht eine Katastrophe, die vielen Verwundeten, der tote Minister und der gefallene Moody und dann noch der Dolch... Er war geweiht worden, geweiht mit Blut! Snape war sich nicht sicher, was dass bedeutet, aber es konnte nichts gutes sein. Salazar Slytherin hatte ihn einst besessen, er war der mächtigste aller Horcruxe und jetzt war seine Macht vermutlich noch um ein vielfaches verstärkt. Und doch gab es auch einen kleinen Sieg, sollte er auch noch so gering sein. Lucius Malfoy war festgenommen worden, man hatte ihn bewusstlos hinter einem der Regale gefunden und sofort nach Azkaban gebracht. Es geschah ihm Recht, er hatte es mehr als verdient! Aber der dunkle Lord würde toben...

Remus Lupin trat müde aus dem Krankenflügel heraus, Tonks an seiner Seite. Draußen warteten Hermione, Ginny und Ron und sogar Harry. Der Direktor hatte ihn also entlassen... Was für eine Nacht! Fudge war verstorben, Moody gefallen, Sirius schwer verwundet und Honey... Nun was aus ihr werden würde, stand wohl in den Sternen. Er verzog das Gesicht zu einem bitteren Grinsen und schloss die Augen, Für einen kurzen Moment glaubte er sich in seien Schulzeit versetzt, gleich würde James angerannt kommen und ihn - wie nach jedem Vollmond, der im Krankenflügel endete - in den Gryffindor Turm begleiten. Sirius und Honey würden wieder diskutieren, Lily würde sich über die unverantwortlichen Jungen aufregen und Peter gespannt allem lauschen, zu feige selbst etwas zu sagen. Doch diese Zeiten waren vorbei, ein für alle Mal und er musste sich wohl damit abfinden! Als er die Augen wieder öffnete spürte er Harrys fragenden Blick auf sich und lächelte ihm leicht zu. Ja, ein Teil der Vergangenheit stand hier vor ihm, es gab also keinen Grund so verdammt melancholisch zu werden!


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