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| Das Erbe Slytherins |
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Kapitel oder Geschichte
Review ansehen/ posten Titel: Das Erbe Slytherins Autor: Lorelai Kapitel: 27 Rating: G Charaktere: Harry Potter, Hermione, Ron und Lorelai Goldmsith Sprache: Deutsch Datum: 22.06.2007 Wörter: 2433 Fandom: Harry Potter Genre: Drama Zusammenfassung: Dies ist die dritte Geschichte mit Lorelai Goldsmith, sie spielt in Harrys 5. Jahr in Hogwarts. Harry muss sich mit allerlei herumschlagen, Dolores Umbridge, seltsamen Albträumen und einer unheilvollen Ahnung. Als ob das nicht genug wäre verliebt er sich, seine besten Freunde streiten sich und Sirius und Lorelai sorgen ebenfalls für viel Chaos. Was plant Lord Voldemort? Und was ist das legendäre Erbe Slytherins, das alles entscheiden könnte? Disclaimer: Mir gehört, außer Lorelai Goldsmith, kein Charakter und ich verdiene auch kein Geld mit dieser Geschichte...
Kapitel 27 - Der Krieg hat schon begonnen
Das Abschlussfest in Hogwarts hatte plötzlich nicht mehr viel Festliches an sich, zumindest für Harry und seine Freunde. Die Ereignisse im Ministerium hatten ihre Spuren hinterlassen, bei jedem von ihnen! Die Tatsache, dass Lorelai immer noch bewusstlos war und womöglich nie wieder erwachen würde, machte es auch nicht leichter... Wenigstens Sirius ging es wieder besser, er würde dank Poppys Pflege bald wieder aufstehen können. Harry sah sich in der Großen Halle um, die anderen Schüler benahmen sich, als wäre nichts gewesen. Vermutlich hatten sie die letzten Tagespropheten nicht gelesen, die über die Rückkehr von Voldemort und den Vorfall im Ministerium berichtet hatten. Vielleicht kümmerte es sie auch nicht, sie mussten schließlich keinen Kampf auf Leben und Tod gegen den Dunklen Lord führen. Was man jedoch allen von ihnen an sah, war die Erleichterung über Umbridges Kündigung, wenn man es denn so nennen konnte.
Hagrid hatte Umbridge einen Tag nach dem Kampf gefunden, als er mit Fang seine übliche Morgenrunde machte. Sie saß verängstigt im Verbotenen Wald, Zweige und Blätter hingen in ihrem Haar, ihr Gesicht und ihre Arm waren zerkratzt gewesen, ebenso wie ihre Kleidung. Sie brabbelte unverständliche Dinge von Zentauren, Spinnen und Einhörnern, wollte jedoch niemandem erzählen, was wirklich geschehen war. Schließlich musste Dumbledore, der die Leitung Hogwarts wieder übernehmen durfte, St. Mungos Heiler rufen, weil Madam Pomfrey an ihr verzweifelt war. Die hatten einen schweren magischen Schock diagnostiziert und sie bis auf weiteres in die geschlossene Abteilung geschickt. Umbridge brauchte jetzt Ruhe und Entspannung, um jemals wieder normal zu werden... Die Schüler und die Lehrer waren froh, sie loszuwerden und es gab wohl niemanden in dem gesamten Schloss, der ihr nachweinte - abgesehene vielleicht von Filch. Dumbledore machte sofort all ihre neu eingeführten Regeln rückgängig, verbrannte die Straflisten, die sie geführt hatte und sorgte dafür, dass das Leben in Hogwarts bald wieder seinen normalen Gang ging.
Für manche war natürlich nichts mehr wie immer, so zum Beispiel Harry... Er würde Voldemort töten müssen, diese Erkenntnis verfolgte ihn auf Schritt und Tritt, in seinem Träumen und in jedem einzelnen Gedanken. Er musste zum Mörder werden, um selbst leben zu können... Dumbledore hatte ihm erlaubt, seine Freunde einzuweihen, aber er war sich nicht sicher, ob das so eine gute Idee wäre. Es würde sie in Gefahr bringen, mehr noch als ohnehin schon! Die Falle von Voldemort hatte ihm die Augen geöffnet, er war eine Gefahr für alle Menschen, die er liebte. Sie waren eine potentielle Zielscheibe, der dunkle Lord könnte sie als Druckmittel einsetzen. Er musste verhindern, dass ihnen etwas geschah - um jeden Preis! Deshalb hatte er auch an die Dursleys geschrieben, er würde den Sommer bei ihnen verbringen. Je weniger Zeit er mit Ron, Hermione und Ginny verbrachte, desto sicherer waren sie! Er hatte es ihnen noch nicht gesagt, dass würde er erst am Bahnhof in London tun - sie würden es einfach nicht verstehen und ihn überzeugen wollen, bei ihnen zu bleiben. Ein weiteres Jahr bei den Dursleys... Ihm graute vor den Ferien!
Doch da war er nicht der Einzige. Draco Malfoy ließ seine grauen Augen über die festlich geschmückte Halle streifen, die in blau dekoriert war. Ravenclaw hatte dieses Jahr den Hauspokal gewonnen, dicht gefolgt von Gryffindor und Slytherin, Hufflepuff war wie immer am Ende! Er wollte nicht nach Hause, oder besser gesagt, er wollte nicht zu seinem Vater. Früher hatte er ihn immer für einen Helden gehalten, zu ihm aufgesehen, ihn bewundert - aber jetzt? Er erinnerte sich noch gut an den Tag, an dem sein Weltbild zusammengebrochen war. Der kleine, neun Jahre alte Draco war gelangweilt durch sein riesiges Elternhaus geschlichen. Seine Eltern waren ausgegangen und keiner seiner Freunde hatte Zeit für ihn. Dann passte immer ihr Hauself Dobby auf das Kind auf, doch der war meistens mit dem Haushalt beschäftigt. Draco hatte eine Zeitung gefunden, sie lag achtlos zusammengeknüllt auf einen Sessel - ungewöhnlich, denn seine Mutter hasste Unordnung jeder Art. Lucius Malfoy ein Death Eater? Der ehemalige Auror und Kriegsheld Alastor Moody behauptete gestern gegenüber unserer zuverlässigen Quelle... [
/i]Weiter musste er nicht lesen, er wusste, dass die Death Eater böse waren. Sie folterten und töteten Menschen, dass sagten zumindest manche seiner Reinblut Freunde! Sein Vater einer von ihnen? Das konnte nicht sein...
Ein bitteres Lächeln zeigte sich auf Dracos feinen Gesichtszügen, als er genauer darüber nachdachte. Death Eater waren böse und jetzt? In ein paar Wochen würde er auch einer von ihnen sein. Sein Vater hatte ihm angekündigt, dass er in den Kreis aufgenommen wurde! Hatte man ihn jemals gefragt, ob er dorthin wollte? Nein, natürlich nicht. Er war als Malfoy erzogen worden, hatte gelernt, dass Muggle Geborene Schlammblüter sind und das der Dunkle Lord die richtigen Ideale vertrat, aber mit der Zeit hatte er zu zweifeln begonnen. Er wollte nicht zu den Death Eatern gehören, wollte dieses scheußliche dunkle Mal nicht in die Haut gebrannt bekommen und wollte Voldemort keinen Gehorsam schwören! Aber er hatte keine Wahl, seine Mutter würde ihn zwingen. Jetzt, wo sein Vater in Azkaban saß, forderte der dunkle Lord seine Treue... Sonst würde er seine Eltern töten lassen und das konnte er nicht zulassen. Das war alles Potters Schuld, wegen ihm saß sein Vater im Gefängnis, wegen ihm schäumte Voldemort vor Wut. Seufzend wandte er sich wieder Pansy Parkinson zu, die gar nicht bemerkt hatte, dass er ihr schon lange nicht mehr zuhörte.
Dumbledore blickte über die Köpfe seiner Schüler hinweg und spürte wieder, wie Tränen in seine Augen stiegen. Er liebte jeden von ihnen, er liebte dieses Gebäude und seine Maggie, er liebte die Lehrer und Kollegen mit ihren kleinen Eigenarten! Es tat weh, Abschied nehmen zu müssen, aber er spürte, dass die Zeit bald gekommen war. Die Zeit... Als er noch jung war, schien es mehr als genug davon zu geben, jede Minute schlich dahin und jeder Moment war einzigartig, je älter er wurde, desto schneller verging sie. Jahrzehnte wurden zu Sekunden, Freunde kamen und gingen und schließlich war nur noch er übrig. Jetzt spürte er, wie die Zeit wie Sand durch seine Finger rann und er sie nicht aufhalten konnte! Dabei gab es noch so viel zu tun, so viel weiterzugeben und beizubringen... Harry brauchte ihn noch, er brauchte ihn noch so lange. Doch er musste es allein schaffen! Würde er im nächsten Jahr ebenfalls die Abschlussrede sprechen? Er bezweifelte es!
Snape fühlte sich zum ersten Mal in seinem Leben alt. Er hatte den ersten Krieg erlebt, hatte die Zerstörung und all das Leid gesehen, das Voldemort verursacht hatte und schlimmer noch, er hatte selbst dazu beigetragen. Sollte es wirklich erneut beginnen? Konnte er das noch einmal durchstehen? Fragen, auf die es keine passenden Antworten gab. Manchmal wünschte er sich, er wäre damals ins Exil gegangen, wie so viele andere. Vielleicht wäre er jetzt verheiratet, hätte Kinder und würde auf seiner Terrasse in der Sonne sitzen und an London zurückdenken. Nein, das war nichts für ihn. Er war ein Kämpfer, er hatte es einmal überlebt und er würde es auch ein zweites Mal schaffen! Was ihm mehr Sorgen machte, war der Direktor. Dumbledore benahm sich in letzter Zeit sehr seltsam, manchmal glaubte Snape gar, Tränen in den Augen des älteren Mannes glitzern zu sehen. Sicher täuschte er sich, warum sollte er weinen? Die Große Halle war nun gefüllt und jeder saß auf seinem Platz, dass Fest konnte also endlich beginnen. Ob es nächstes Jahr auch so viele Schüler sein würden? Nach der Bekanntgabe von Voldemorts Rückkehr würde es wieder eine Panikwelle geben und die Eltern würden ihre Kinder in Scharen abmelden. Als ob das sie retten könnte!
"Meine lieben Schüler und Schülerinnen, liebe Kollegen und Kolleginnen. Wieder haben wir ein Jahr gemeinsam erlebt, ein Jahr voller Ereignisse und beunruhigender Neuigkeiten. Ich möchte euch gar nicht lange vom essen abhalten, aber ich möchte eine kleine Warnung aussprechen. Voldemort ist zurückgekehrt und er ist gefährlicher denn je, ihr alle habt den ersten Krieg nicht miterlebt, aber ihr kennt ihn aus Erzählungen von euren Eltern und Großeltern. Seid vorsichtig in den Ferien, doch verliert nie euren Mut. Erst wenn Voldemort euch eingeschüchtert hat, wenn er jeden eurer Schritte kontrolliert, hat er gewonnen. Lasst euch keine Angst machen, lasst euch von der Panik nicht anstecken und steht immer zu dem was ihr tut. Und jetzt guten Appetit!"
Das Essen erschien auf den Tellern der Schüler, die sofort zu essen begannen. Dumbledore hoffte wirklich, dass sie ihn gehört und verstanden hatten! Viele unterschätzen Voldemort und andere ließen sich von der Hysterie anstecken, die schon ausgebrochen war. Zu Moodys Beerdigung, die bald stattfinden würde, hatten schon viele abgesagt aus Angst vor einem Anschlag. Der alte Haudegen hatte etwas Besseres verdient, er hatte sich schließlich auch nie um Voldemorts Drohungen geschert. Dumbledore vermisste ihn und er wusste, dass es nur schlimmer werden konnte. Mit Alastor war die eine Generation gestorben, eine Generation von Auroren und Kämpfern, die alles gegeben hatten. Die heutigen Auroren waren lange nach dem Krieg ins Ministerium gekommen, sie konnten einen Death Eater nicht von einem normalen Bürger unterscheiden, kannten nur die Theorie! Viel der alten würden kommen, Kingsley und Amalia Bones, Minerva und er selbst, vielleicht auch Sirius...
Dumbledore hatte Recht, Voldemort war gefährlich und Harry wusste es wohl besser, als jeder andere in dem Raum. Sie aßen, lachten, als hätten sie die Warnung gar nicht vernommen! Manchmal beneidete er sie, weil sie so frei waren, weil sie normal aufgewachsen waren. Hermione lächelte ihm zu, aufmunternd, Mut zusprechend. Ron dagegen machte einen seiner Quidditch Witze und lachte so heftig, dass er seinen Kürbissaft fast über den Tisch verteilte... Was wäre er nur ohne sie? Er brauchte die beiden, er würde es ohne sie nie schaffen - hätte es ohne sie nie so weit geschafft! "Wir müssen in den Ferien trainieren, ich will es nächstes Jahr ins Team schaffen!" Er nickte Ron nur zu, er wollte ihn nicht entmutigen. Würde er es verstehen? Vermutlich nicht, er wäre beleidigt, wenn er es jetzt schon erfahren würde. "Hast du es dir noch einmal überlegt oder bleibst du dabei?"
Hermione wusste sofort, wovon er sprach. "Nein, ich bleibe dabei. Ich will Aurorin werden." Jetzt mehr denn je, doch das musste sie nicht hinzusetzen. Sie wollte nicht zusehen, nicht hilflos, tatenlos abwarten, sie wollte etwas unternehmen! Er nickte anerkennend und wandte sich dann wieder seinem Essen zu, das die Hauselfen so wunderbar gekocht hatten. Harry sah in letzter Zeit schlecht aus, etwas bedrückte ihn, aber er wollte es ihr nicht erzählen. Sie verstand ihn, die letzten Wochen waren nicht einfach für ihn gewesen, vermutlich sogar das ganze Jahr! Und jetzt war Voldemort wieder da und sie hatte das unbestimmte Gefühl, dass sie noch viel von ihm hören würden. Sogar das Ministerium hatte es zugegeben, sie hatten ihren Fehler eingestanden, wenn auch nur in einer kleinen Anzeige im Tagespropheten und hatten Informationsbroschüren herausgegeben. Wie erkennt man jemanden, der unter dem Imperius steht oder Wie schütze ich mich vor Death Eater Angriffen? Natürlich völlig nutzlos, aber es würde die Bevölkerung beruhigen - hoffentlich! Dieses Mal fiel Hermione der Abschied von Hogwarts besonders schwer, auch wenn sie wusste, dass sie im nächsten Jahr zurückkehren würden. Das Schloss war eine sichere Zuflucht vor der Welt da draußen und es verlassen zu müssen, war beunruhigend und beängstigend!
"Wisst ihr was, Fred und George haben geschrieben! Sirius hat ihnen Geld aus seinem Familienbesitz geliehen, Mum hatte natürlich wieder getobt aber sie haben es trotzdem abgenommen und am Ende der Ferien machen sie ihren ersten Scherzartikel Laden in der Winkelgasse auf!" Es war ein schönes Gefühl einmal gute Nachrichten verkünden zu können, dass kam viel zu selten vor! Ron war stolz auf seien Brüder, auch wen er sich die Meinung seiner Mutter schon vorstellen konnte. Bill war aus Frankreich zurück und er hatte ihm ebenfalls geschrieben. Angeblich hatte er eine große Überraschung für die ganze Weasley Familie, weigerte sich aber mehr zu schreiben. Noch ein Grund mehr, sich auf die Ferien zu freuen, es gab sonst schließlich auch nicht sehr viele. Der Gedanke an Krieg machte ihm Angst, ließ Panik in ihm aufsteigen und sein Herz schneller schlagen. Schreckliche Bilder drängten sich ihm automatisch auf, Bilder von Todesfällen, Entführungen, Folterungen... Er hatte über den ersten Krieg gelesen, hatte ein bisschen von seinen Eltern gehört und er wollte das nicht auch durchmachen. Doch für Harry würde er es tun, sie waren schließlich Freunde und wenn er da mit drin hing, dann würde Ron ihm helfen.
Das Essen war nun fast beendet und Ginny brannte eine Frage auf der Zunge, die sie sich nicht zu stellen getraute. Durfte sie Harry daran erinnern? Durfte sie so etwas fragen? Jetzt war der beste Moment, alle waren satt und zufrieden, die ersten verließen die Große Halle sogar schon und sogar ein paar Lehrer waren aufgestanden. "Harry?" Es klang schüchterner als sie gehofft hatte und sofort errötete sie leicht, was in dem dämmrigen Licht der Kerzen glücklicherweise niemand außer Hermione bemerkte, die direkt neben ihr saß. "Sag mal, wann..." Sie atmete ein letztes Mal tief durch, sammelte all ihren Gryffindor Mut und sprach mit klarer Stimme. "Wann glaubst du, wird der Krieg ausbrechen?" Harry starrte sie wie vom Donner gerührt an, das hatte er offensichtlich nicht erwartet - zumindest nicht von ihr. Von den Freunden unbemerkt war Snape dazugekommen und stand jetzt drohend hinter Ron, seine schwarzen Augen funkelten gefährlich und sein Gesicht war wie immer zu einer undurchdringlichen Maske erstarrt. Trotzdem oder gerade deswegen lief es den vier Gryffindors bei seinen Worten eiskalt den Rücken herunter. "Der Krieg, Ms. Weasley, der Krieg hat schon begonnen und bald wird er auch sie erreichen."
FINIS
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